Mit „Deadbait“ und Pose auf Hecht

Wie bei den meisten Raubfischanglern, beginnt auch für mich die heiße Phase im Herbst. Kurz bevor es richtig kalt wird und die Wassertemperatur stark sinkt, schlagen sich die Räuber nochmal richtig die Bäuche voll, bevor sie im Winter dann nahezu lethargisch am Grund liegen und keine Beute mehr aufnehmen.

Jetzt ist es an der Zeit mit totem Köderfisch den Hechten nachzustellen.

Hardware:

Für das angeln auf Hecht mit totem Köderfisch (“Deadbait”) verwende ich ebenfalls meine 2 Karpfenruten von 3,60m Länge und einem Wurfgewicht von 2,5lbs. Darauf verwende ich 2 Freilaufrollen der Größe 5500, die mit einer 0,30er Monofilen Schnur, mit einer Tragkraft von 13kg, bespult sind. Als Vorfach verwende ich Stahl, aber auch Fluorcarbon in der Stärke von 0,70mm.

Montage:

Auf die 0,30er monofile Hauptschnur wird zuerst die Pose aufgefädelt. Hierbei setze ich auf eine feststehende 10g Korkpose. Nach der Pose kommt die entsprechende Bebleiung auf die Hauptschnur in Form eines Durchlaufbleis von 6 bis 8g. Danach folgt eine Gummiperle oder ein Bufferbead zum Schutz des Knotens an dem der Tönnchenwirbel befestigt ist, in dem letztlich das Vorfach (Stahl oder 0,70er Fluorcarbon) mit einem Einzelhaken der Größe 1/0 oder einem 6er Drilling eingehangen wird.

Beim Ausloten ist es in meinen Augen wichtig, das der Köderfisch nicht einfach am Grund liegt, sondern entweder schwebend über Grund, oder bei stärkerer Strömung am Grund auftreiben angeboten wird, da die Augen des Hechtes anatomisch nach oben angeordnet sind und er ein Sichträuber ist.

Köder:

Als Köder bevorzuge ich frisch gefangene, handlange Rotaugen, Rotfedern, Rapfen oder Döbel die waidgerecht getötet werden und dann am Kopf angeködert werden, indem der Einzelhaken nur von unten durch den Kopf gestochen wird. Beim Drilling bevorzuge ich die Anköderung unter der Rückenflosse. Gerade im Spätherbst und im Winter ist es auch immer ein Versuch wert, mit eingefrorenen Köderfischen, wo erlaubt, auch mit Meeresfischen wie Heringen, Stinten und Makrelen zu angeln.

Sind die Ruten montiert versuche ich sie in der Nähe von Unterständen, wie überhängenden Bäumen, an Scharkanten, an Seerosenfeldern oder an Schilfkanten zu platzieren. Diese Unterstände nutzen die Hechte das ganze Jahr, um aus der Deckung heraus auf Beutezug zu gehen.

Nimmt der Hecht den Köderfisch auf, gilt es erst abzuwarten und den Hecht keinen Widerstand spüren zu lassen. In der Regel zieht der Hecht die Pose erst zur Seite, bevor sie irgendwann abtaucht. Geht die Pose auf Tauchstation und kommt nicht wieder zur Oberfläche ist es für mich die richtige Zeit anzuschlagen, bevor der Fisch den Köder zu tief schluckt. Dies könnte das Zurücksetzen von untermaßigen Fischen gefährden.

Allzeit Petri Heil!

Euer Sven

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